photo by Katya Kulkova
photo by Katya Kulkova

Willkommen auf meiner Homepage!

Ich bin Wildwasser- und Freestyle-Paddlerin, Trainerin, Diplom Chemikerin und staatlich geprüfte Physiotherapeutin (B.Sc.).

Ich arbeite als Physiotherapeutin und nebenberuflich selbstständig als Kajaklehrerin. Auf meiner Homepage findest du alle Infos zu meinen aktuellen Kajakkursen und Kajakreisen sowie alle Neuigkeiten rund um meine Person.

Mehr Fotos und aktuelle Beiträge findest du auf meiner Facebook Seite!

 

Wildwasserkurse mit Anne Huebner an der Soca, im Engadin, in Tirol oder an deinem Wunschort!
Kajakkurse und Kajakreisen mit Anne Huebner, zum Beispiel in die Alpen, nach Korsika, Chile oder Griechenland!
Kajak - Technikkurse mit Anne Huebner in Huningue, Augsburg, Lofer oder an deinem Wunschort!
Privat-Kajakkurse mit Anne Hübner, beste Lernerfolge durch individuelles Einzel- und Gruppentraining!
Ladies-Only! Kurse und Workshops mit Anne Huebner!
Gutschein bestellen für einen Kajakkurs mit Anne Hübner
Kajak - Freestylekurse mit Anne Huebner, zum Beispiel in Plattling, Hüningen oder an deinem Wunschort!
Kurskalender Kajakkurse mit Anne Hübner | coaching, whitewater & freestyle kayak

Mein Blog

Europameisterin 2018 - olé olé!!! :-)

Europameisterin 2018 im Kanu-Freestyle vor Marlène Devillez (FRA) & Zosia Tula (POL), Foto: Konstantin Mayer
Europameisterin 2018 im Kanu-Freestyle vor Marlène Devillez (FRA) & Zosia Tula (POL), Foto: Konstantin Mayer

Ich kann´s noch gar nicht ganz glauben - am Sonntag bin ich in Bratislava Europameisterin im Kanu-Freestyle geworden - Ich bin überwältigt! :)

 

Doch erstmal von Beginn: Als bekannt wurde, dass die nächste Europameisterschaft in Cunovo bei Bratislava in der Slowakei stattfinden wird war ich wenig begeistert. Die vorletzte EM vor vier Jahren hatte bereits dort stattgefunden und ich mochte die Walze überhaupt nicht. Ich beendete die EM damals als 16. Als amtierende Vize-Europameisterin bei der Heim-EM in Plattling vor zwei Jahren hatte ich wenig Lust das diesjährige EM-Battle am Ort der Niederlage von vor vier Jahren auszutragen.

Training in Cunovo bedeutet harte Arbeit! Foto: Völkel
Training in Cunovo bedeutet harte Arbeit! Foto: Völkel

Da ich die Walze als extrem ungleichmäßig und pulsierend in Erinnerung hatte fuhr ich vor drei Wochen extra für eine Trainingswoche nach Cunovo um mich einzupaddeln. Die Walze war jeden Tag anders eingestellt: Mal schlecht und mal noch schlechter. Teilweise machte die Walze komplett auf und man wurde einfach rausgeflusht. Ich verlor langsam den Glauben in meine Fähigkeiten und hatte noch weniger Lust auf die bevorstehende EM. Gegen Ende der ersten Trainingswoche gelangen mir dann ab und zu ein paar gute Läufe. Leider immer noch ziemlich unkonstant, da die Walze sich ständig änderte. Mit gemischten Gefühlen trat ich den Heimweg an.

Zero or Hero - in der Walze in Bratislava scheint beides möglich. Foto: Völkel
Zero or Hero - in der Walze in Bratislava scheint beides möglich. Foto: Völkel

Die EM rückte näher und ich machte mich zur Finalen Trainingswoche auf den Weg nach Bratislava. Die Walze hatte sich immer noch nicht verbessert und vor Ort schien es wenige Paddler zu geben, die die Walze mochten. Zudem wurde das Training deutlich durch herunterfahrende Rafts, Slalompaddler und Schwimmer behindert. Meine Läufe wurden nicht besser - teilweise gelang es mir einige Moves in einen Lauf zu packen, danach folgten dann wieder etlich Null-Läufe. Ich war ratlos.

Kanu-Freestyle-Team Germany 2018, Foto: Clemens Josef
Kanu-Freestyle-Team Germany 2018, Foto: Clemens Josef

Die Tage vergingen und mehr und mehr Paddler aus ganz Europa trafen am Wildwasserkanal ein. Training bedeutete stundenlanges anstehen an der Walze. Lediglich in den frühen Morgenstunden sowie spät am Abend konnte man noch halbwegs passabel Paddeln. Danke an dieser Stelle an Philip Josef, Helmut Wolff, Isabelle Völkel und Carolin Mayer für all die Early Bird Sessions! Am Mittwochabend war es dann soweit: Die Eröffnungsfeier der Europameisterschaft stand bevor. Also rein ins Team-Outfit, Bilder schießen und nach Bratislava Downtown für die große Show!

Die Walze immer im Blick, Foto: Clemens Josef
Die Walze immer im Blick, Foto: Clemens Josef

Zu allem Überfluß bahnte sich jetzt auch noch eine Erkältung an. Halsweh, Schnupfen, Heißerkeit und Husten. Zum Glück waren die K1 Damen am ersten Wettkampftag nicht dran und ich konnte mich noch etwas erholen. Doch schon am nächsten Morgen ging´s dann los mit den Vorläufen. Ich war im letzten Heat dran. Da ich die Läufe meiner Konkurrentinnen mit Spannung verfolgt hatte und einige der Damen tolle hochbepunktete Läufe gezeigt hatten ging ich ziemlich nervös an den Start. Ich fühlte mich nicht besonders wohl in der Walze, flushte und bekam meine Moves nicht besonders gut hin. Nach meinem zweiten Lauf bangte ich bereits ob ich es überhaupt in die nächste Runde schaffen würde. Kurze Zeit später konnte ich aufatmen - ich hatte mich auf Platz sieben für´s Halbfinale der Top 10 qualifiziert.

Pünktlich zum Halbfinale gab´s weniger Wasser - die Walze wurde dadurch zwar "shallow" aber dafür gleichmäßiger und fairer. Foto: Clemens Josef
Pünktlich zum Halbfinale gab´s weniger Wasser - die Walze wurde dadurch zwar "shallow" aber dafür gleichmäßiger und fairer. Foto: Clemens Josef

Am nächsten Tag erwartete mich das Halbfinale. Ich war im ersten von zwei Heats dran. Mir war klar, dass ich einen deutlich besseren Lauf zeigen musste als in meinen Vorläufen um ins Finale der besten fünf vorzurücken. Die Top 5 Scores der Damen Vorläufe lagen bei über 417 Punkten. Die Walze sah anders aus - etwas weniger pulsierend, gleichmäßiger - es war weniger Wasser, vermutlich würde man den Boden beim einspitzeln leichter berühren. Ich konzentrierte mich und versuchte meine Nervosität in den Griff zu bekommen. Mein erster Lauf gelang mir ziemlich gut und ich bekam 550 Punkte dafür. Jetzt hieß es abwarten und hoffen, dass maximal vier der anderen Damen höher punkteten als ich. 45 min später konnte ich aufatmen. Ich hatte mich als zweite für´s Finale qualifiziert. Lediglich Zosia Tula aus Polen hatte einen besseren Lauf als ich.

Volle Konzentration! Foto: Konstantin Mayer
Volle Konzentration! Foto: Konstantin Mayer

Finaltag: Um 14 Uhr war ich dran. Am Vormittag noch schnell bei den Juniorinnen und C1 anfeuern und mitfiebern - Isabelle Völkel holt sich die Silbermedaille, Carolin Mayer vierte, Philip Josef fünfter -  abkühlen im See, eine Kleinigkeit essen - nicht zu viel, leichtverdaulich - Kaffee zum wach werden oder nein, besser nicht zum ruhig bleiben?

Um 13 Uhr zog ich mich um und startete mein warm-up. Meine Flachwasser Moves liefen gut und ich hatte ein gutes Gefühl. Mist zu früh dran - ich paddelte zum Spot und bekam gerade noch das Ende des Junioren Finales mit. Die Walze sah ähnlich aus wie am Tag zuvor. Wieder einsteigen, letztes Warm-up, Konzentration, Nina Csonkova zuerst, dann Marlène Devillez, dann Islay Crosbie - alle sehen gut aus. Jetzt bin ich dran. Ich bin nervös, mein Lauf klappt nicht wie geplant, da ertönt auch schon der Buzzer - mist, nur 303 Punkte. Zurück ins Kehrwasser - Zosia Tula ist dran, dann gehts wieder von vorne los. Nina, Marlène, Islay - alle verbessern ihren Score, Top 3 jetzt über 530 Punkte. Ich bin dran - schwierig 530 Punkte zu schlagen, ich hatte erst 1x im Wettkampf mehr Punkte. Ich fahre in die Walze, wieder will mir der Lauf nicht so richtig gelingen - 370 Punkte, ich bleibe auf Platz 5. Zosia Tula ist wieder dran und verbessert ihre Punktzahl - jetzt stehen die Top 3 schon bei über 546 Punkten.

Yeah, Europameisterin 2018! :) Marlène Devillez (FRA) holt Silber und Zosia Tula (POL) Bronze. Foto: Marie Helye
Yeah, Europameisterin 2018! :) Marlène Devillez (FRA, vorne) holt Silber und Zosia Tula (POL, hinten) Bronze. Foto: Marie Helye

Nina, Marlène und Islay verbessern ihre Punkte nicht. Ich brauche in meinem letzten Finallauf mehr als 546 Punkte um eine Medaille zu holen. Ich muss auf´s Ganze gehen - Laufplanänderung - AirLoop, beide Mc Nastys, beide Space Godzillas, danach Cartwheels, Splitwheel, Felix und Phoenix Monkey - was noch geht. Ich bin dran - Alles oder Nichts! Jetzt! Loop - Mc Nasty - mist klappt nicht - neu ansetzen und Vollgas! - jetzt läuft´s ich mache einen Move nach dem anderen und am Ende gelingt mir sogar noch der Phonix. Ich bin glücklich, der Lauf hat funktioniert und sollte doch reichen - oder? Warten... die Judges zählen die Punkte, warten... ich stehe mit Marlène im Kehrwasser, sie ist sich sicher - ich habe eine Medaille - ich will es noch nicht glauben. Marlène führt bisher mit 700 Punkten, wir warten - es dauert gefühlt eine Ewigkeit. Endlich der Sprecher sagt meine Punkte ich - ich habe es geschafft - ich habe 760 Punkte bekommen und liege damit auf Platz 1! Ich kann es nicht glauben! Zosia Tula ist als letzte Paddlerin mit ihrem letzten Lauf dran, Marlène und ich verfolgen ihn gespannt, wir rechnen die Punkte mit, der Buzzer ertönt, wir glauben sie hat uns nicht geschlagen, wir warten auf die Judges... Der Sprecher sagt die Punkte durch und gibt das Ergebnis durch - Nina fünfte, Islay vierte, Zosia holt Bronze, Marlène Silber und ich ... bin Europameisterin 2018!!! :-)
Ich bin überwältigt und kann es nicht fassen - und das an diesem Spot!

Danke Helmut Wolff für´s permanente Motivieren und vor allem für´s an meine Fähigkeiten auch in Cunovo Glauben! ;-)

Freestyle Summer Trip - French Tour und WeltCups

Am Bootshaus in Entressen in der Provence
Am Bootshaus in Entressen in der Provence

Die letzten 3 Wochen brachten mich nach Frankreich und Spanien zum Freestylen.

Los ging´s mit ein paar Tagen Training in Millau. Fazit: Sonne, Sommer, Spaß und Muskelkater!  Doch schon bald stand der erste Wettkampf in Entressen  - der Makinito Freestyle Contest - auf dem Programm. Also auf in die Provence um im Felder-Bewässerungskanal Highscore-Runs der Superlative abzuliefern und Abend für Abend den Sonnenuntergang über dem See am Bootshaus zu bestaunen.

Autsch! Boot:Ellenbogen = 1:0
Autsch! Boot:Ellenbogen = 1:0

Das Training lief gut, doch blöderweise hab ich mir durch wiederholtes anschlagen des Ellenbogens am Boot eine Bursitis Olecrani eingehandelt. Mit reichlich Kühlung und geliehenen Ellenbogenschonern schaffte ich es trotzdem ins Finale und konnte mich am Ende über einen 5. Platz im hochkarätig besetzen Starterfeld freuen. Von den Top 10 der Damen der letztjährigen WM waren 8 am Start!

Nach dem Wettkampf ging´s zurück nach Millau – hier fanden am letzten Juni Wochenende die Naural Games statt. Neben diversen Wettkämpfen in allen möglichen Outdoor-Sportarten und Konzerten gab es einen Freestyle Wettkampf sowie Boater-X. Immer noch mit angeschlagenem Ellenbogen schaffte ich es in beiden Disziplinen ins Finale. Am Ende Platz 4 im Boater-X und Platz 5 im Freestyle.

 

 

Jipii, der Einzug ins Finale der Top 5 ist gesichert! Foto: ICF kayak freestyle sort
Jipii, der Einzug ins Finale der Top 5 ist gesichert! Foto: ICF kayak freestyle sort

Der letzte Stopp der Sommer Freestyle Tour waren die WeltCups im katalanischen Sort. Nach 5-stündiger Fahrt quer über die Pyrenäen erwartete uns die Walze am letzten Trainingstag vor den WeltCups mit zu hohem Wasserstand. Es war schwierig Tricks zu stehen ohne dabei aus der Walze zu fallen. Auch am ersten Wettkampftag war der Wasserstand noch deutlich zu hoch, so dass es in der Damenkategorie viele enttäuschte Gesichter gab. Meine Taktik mich auf die kleinen Punkte zu konzentrieren zahlte sich aus und ich konnte mich zunächst als 5. platzierte fürs Halbfinale und später sogar als 3. platzierte für´s Finale qualifizieren. Im Finale hatte ich leider Pech und musste mich am Ende mit einem 5. Platz in meinem ersten WeltCup zufrieden geben.

 

WeltCup #2 wurde live übertragen!
WeltCup #2 wurde live übertragen!

Schon am nächsten Tag startete der zweite WeltCup in Sort. Der Wasserstand war mittlerweise etwas gesunken, die Trainingsmöglichkeit jedoch begrenzt, da es kaum Wasserablasszeiten außerhalb des Wettkampfs gab.  Meine Vorläufe gelangen mir noch halbwegs passabel und ich zog als 6. platzierte ins Halbfinale ein. Im Halbfinale verbrachte ich dann jedoch die meiste Zeit damit im Kehrwasser wieder hochzupaddeln. Ich fiel in beiden Läufen 2 mal aus der Welle und konnte in jedem Lauf lediglich eine Air-Loop machen – am Ende Platz 8 im zweiten WeltCup und Platz 5 in der Gesamtwertung.

 

Fazit: 4 Finalteilnahmen bei 5 Wettkämpfen in 14 Tagen. Ein guter Einstieg zur Formbestimmung in die internationale Wettkampfsaison. Nach einer kurzen Erholungspause geht´s am Wochenende weiter mit Kursen, Training und Süddeutscher Meisterschaft in Plattling bevor ich in die EM-Vorbereitung in Cunovo (SVK) starte. Diesmal nicht ohne Ellenbogenschoner im Gepäck...

 

Soca - Augsburg - Südtirol

Im Mai geht´s für mich traditionell an die Soca. In diesem Jahr gab´s den Traum in blau mit entspannten Kursteilnehmern, super Mittelwasserstände und damit jeder Menge stressfreiem Paddelspaß! Da fragt man sich schon manchmal ob man überhaupt noch anderswo paddeln möchte?

Doch am Wochenende nach Pfingsten stand die Deutsche Kanu-Freestyle Meisterschaft sowie Qualifikation für die Europameisterschaft in Augsburg an.

In der Waschmaschine, Foto: Rüdiger Hauser
In der Waschmaschine, Foto: Rüdiger Hauser

Da ich so gut wie nie in Augsburg zum Spielboot fahren bin nutzte ich die Gelegenheit schon 3 Tage vor dem Wettkampf da zu sein und mich an die wuchtige Waschmaschine zu gewöhnen. Ich fand es schwierig mich darin gut zu positionieren und es fühlte sich ein bisschen an wie ein harter Kampf mit dem Wasser. Glücklicherweise durfte im Wettkampflauf für 20 sec die direkt über der Waschmaschine befindliche Deckwalze benutzt werden. Mit der Deckwalze freundete ich mich sofort an – alle Tricks funktionierten problemlos darin und es machte richtig Spaß darin zu trainieren!

 

Die Deckwalze in Augsburg: Klein abr Fein! Foto: Harald Meier
Die Deckwalze in Augsburg: Klein abr Fein! Foto: Harald Meier

Das Wettkampfwochenende rückte näher und auch die Konkurrenz zeigte schöne Läufe. Ein bisschen nervös ging ich an den Start – immerhin war es der erste Freestyle Wettkampf in diesem Jahr. Doch nachdem ich die Vorläufe erfolgreich hinter mich gebracht hatte konnte ich im Finale dann richtig Punkten und sicherte mir meinen 7. Deutschen Meistertitel vor Andrea Kaspers und Stefanie Schmollack.

Am Sonntag ging´s dann beim Boater X um die Wurst. Ich ging gespannt in die Wettkämpfe da sich auch einige aktive Slalompaddlerinnen angemeldet hatten und ich so gar nicht einschätzen konnte wie viel schneller die toptrainierten Girlies sein würden. Los ging´s mit dem Einzelzeitfahren. Trotz einigen Schnitzern konnte ich mich mit der drittschnellsten Zeit und nur 3 Sekunden Rückstand hinter der schnellsten Paddlerin und amtierenden Boater X Weltmeisterin platzieren und mir so eine gute Ausgangsposition für die anschließenden Boater X Heats sichern. Der Einzug ins Finale über mehrere Runden lief problemlos. Leider patzte ich beim Überholmanöver im Finale. Mein Boot wurde von einem Strudel erwischt und ich damit am Tor vorbei geschoben. Am Ende landete ich auf Platz 4. Trotzdem bin ich ziemlich zufrieden mit mir und freue mich, dass ich immer noch mit den Schnellsten der Schnellsten mithalten kann!

Foto: Marlene Devillez
Foto: Marlene Devillez

Anfang Juni  fand das alljährliche King-of-the-Alps Rennen in Südtirol statt. Mit 22 angemeldeten Damen aus ganz Europa war für die Europameisterschaft im Extrem-Kajakfahren ein ordentliches Starterfeld vorhanden. Das Rennen wird mit einem Massenstart über eine Strecke von 6 km Länge ausgetragen. Der erste Rapid direkt nach dem Start ist berühmt berüchtigt da es hier regelmäßig zu ordentlich Carnage kommt. Auch ich wurde in diesem Jahr von ein paar anderen Startern sprichwörtlich „abgeschossen“ und musste mich für den Rest der gut 25-minütigen Rennstrecke kraftraubend nach vorne arbeiten. Am Ende schaffte ich es als dritte der Frauen hinter Martina Wegman (NED) und Marlene Devillez (FRA) ins Ziel. In der Teamwertung belegte ich zusammen mit Jana Joeressen den zweiten Platz hinter den Holländerinnen und vor den Französinen.

In den nächsten drei Wochen steht eine 3-wöchige Training- und Wettkampftour nach Südfrankreich (Makinito Contest und Natural Games in Millau) und Spanien (Weltcups in Sort) an.

HardcoreWave - Bergheim bei Salzburg

"Sunset paddling" in Bergheim, Foto: Robert Machacek
"Sunset paddling" in Bergheim, Foto: Robert Machacek

Die Hardcore Welle in Bergheim beim Salzburg ist nicht neu. Genaugenommen existiert sie seit zig Jahren. Und obwohl ich jetzt seit eineinhalb Jahren ganz in der Nähe wohne  - nur 23km, yeah! :) - war ich bisher noch nie da. Warum?

Die Welle selbst ist Weltklasse! Es gibt Eddy-Service und irgendwie scheint auch sonst niemand hier zu paddeln - das Kehrwasser ist immer leer und somit hat man keine lästigen Wartezeiten zwischen den Läufen. Der Traum eines jeden Wellen-Spielbootfahrers also! Eine Sache gibt es jedoch, die man wohl erwähnen sollte: Direkt hinter der Welle steht eine relativ große Walze - das Hardcore-Loch. Wohl auch der Grund für den Namen der Welle, die an und für sich kein bisschen "hardcore" ist sondern eigentlich super easy und spaßig! Wie auch immer das Hardcore-Loch schaut beeindruckend groß aus - geradezu furchteinflösend. Die gute Info kommt aber natürlich direkt: Solange der Wasserstand nicht allzu niedrig ist, sieht die Walze zwar rießig aus - einmal hinein gefahren "flusht" man jedoch einfach hindurch oder kann ganz leicht (*Achtung folgende Skills notwendig: Walzenfahren, stabiler Sidesurf mit Vorwärtsbewegung*) zu beiden Seiten wieder rausfahren.

Weltmeisterliche Vorstellung von Quim Fontané Masó!
Weltmeisterliche Vorstellung von Quim Fontané Masó!

Vermutlich haben auch Veranstaltungen in der Vergangenheit wie das "Hardcore-Rodeo" (das nebenbei bewerkt, wohl bei absolutem Niederwasser ausgetragen wurde...), bei dem derenige als Sieger hervor ging, der den längsten "Beat-down" im Loch erlebt hat nicht gerade dazu geführt, das die Hardcore Welle auf der Beliebtheitsskala der europäischen Spielbootfahrer nach oben geklettert ist.

Doch 2018 sollte alles anders werden: Der amtierende Weltmeister Quim Fontané Masó verbringt die Saison in der Salzburger Region. Und so war es nicht länger möglich die Existenz der Weltklasse-Welle in Bergheim zu ignorieren!

Hier ein paar Facts:

Sogar Michael hat mal wieder Spaß am Spielbootfahren - eine Welle ganz nach seinem Geschmack!
Sogar Michael hat mal wieder Spaß am Spielbootfahren - eine Welle ganz nach seinem Geschmack!

Die Welle befindet sich in Bergheim bei Salzburg auf der Salzach nur wenige Minuten von der Autobahnausfahrt Bergheim-West der A1 entfernt. Adresse fürs Navi: Oberndorferstraße 38, 5101 Bergheim, Österreich. Dort befindet sich ein Park&Ride Parkplatz an der Localbahnstation. Der Bahnhof liegt ca. 300m flussabwärts der Welle. Man kann dort gut parken und zur Welle hochlaufen. Zusätzlich gibt es noch eine Parkbucht an der Hauptverkehrsstraße, der sich direkt oberhalb der Welle befindet. Hier geht´s zur Karte! Wer auf´s Satellitenbild klickt, sieht die Welle sogar bei GoogleMaps - cool!

Um auf der Welle mächtig Spaß zu haben und sich nicht vor dem Hardcore-Loch zu Tode fürchen zu müssen scheint es wohl essentiell zu sein den richtigen Wasserstand zu erwischen. Da ich gerade erst angefangen habe die Hardcore Welle zu padddeln kann ich natürlich noch nicht für jeden Wasserstand Infos geben. Es scheint, dass der Wasserstand im Spätfrühling und Frühsommer ideal ist. Egal, hier mal de Infos, die ich bisher herausfinden konnte:

Es gibt 2 Pegelmeßstellen, die man unbedingt im Auge behalten sollte:

1.) Salzburg / Nonntaler Brücke - nicht weit oberhalb der Welle, allerdings liegt zwischen der Messstelle und der Welle noch ein Wehr.

2.) Laufen Siegerstetter Keller - befindet sich ca. 15 km unterhalb der Welle - zwischen der Pegelmesstselle und der Welle kommt jedoch noch die Saalach hinzu.

Die Welle (inklusive Eddy-Service" war perfekt bei einem Pegel von 265-280cm (Salzburg) und 350-400 kubik (Laufen). Bei weniger Wasser ist die Welle etwas "flushy" und die Walze danach etwas furcheinflösender. Bei höheren Wasserständen wird der Eddy-Service vermutlich irgendwann verschwinden...

Was tun wenn der Pegel nicht stimmt?

Bei zu wenig Wasser und Lust aufs Playboaten sollte man ca. 30 km flußaufwärts die Welle in Kuchl auschecken - sie läuft bei Niederwasserständen oder man fährt gleich ins ca. 2 Stunden entfernte Plattling.

Wer Creekboote mit im Gepäck hat fährt an die Saalach nach Lofer oder ins Salzkammergut. Lammer, Koppentraun, Gimbach, Aubach, Untertalbach und viele mehr sind gleich ums Eck!

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen: So viele von uns Spielbootfahrern träumen davon eine dieser großen Wellen in Canada, Uganda, Sambia oder Frankreich zu surfen, dabei steht doch direkt eine bei uns vor der Tür in Salzburg! Also worauf wartet ihr noch - Come out and play! Es macht soooo viel Spaß! :-)

Heute hier, morgen dort!

Salto Grande im Torres del Paine Nationalpark
Salto Grande im Torres del Paine Nationalpark

Nachdem ich schon lange keine Neuigkeiten mehr gepostet habe, wird´s mal wieder Zeit. Doch wo soll ich anfangen? - am besten der Reihe nach:

Nach der Freestyle WM im November in Argentinien ging´s für mich direkt weiter nach Chile zum Wildwasser paddeln. Neben Highlights wie dem Palguin, Trancura und Futaleufu wollten wir uns aber auch einen letzten Run auf dem Nuble nicht entgehen lassen - der Staudamm dort ist fast fertig und der Fluss wird schon bald nicht mehr befahrbar sein. Doch in diesem Jahr sollte nicht nur die Paddelei auf dem Programm stehen sondern auch ein lange gehegter Plan sich einmal den südlichsten Teil des amerikanischen Kontinents anzuschauen sollte in die Tat umgesetzt werden. Fazit: Wunderschön jedoch aufgrund des Winds quasi unbewohnbar...

Erste Testfahrt in Lofer im Manta - bei 13 kubik eher eine Verzweiflungstat...
Erste Testfahrt in Lofer im Manta - bei 13 kubik eher eine Verzweiflungstat...

Mitte Februar wieder zuhaus angekommen empfing mich der europäische Winter von seiner kältesten Seite... -20°C - an Paaddeln war nicht zu denken. Zum Glück hielt die Kälteperiode nicht allzu lange an und so konnte ich schon bald die erste Testfahrt mit Michis neuem Lettmann Manta in Lofer absolvieren. Wunderschönes Sonnen-Wetter, Schnee und Eiszapfen am Ufer, Paddelpfötchen ein Muss und es drückt die Wildwasserpaddler zu Saisonbeginn quasi aus jedem Winkel auf den Fluss. Fazit: Für den ultimativen Test reichen 13 kubik in Lofer nicht aus...

Ein bisschen mehr Glück hatte ich bei meinem Saisonauftakt in Plattling - nix los, dafür bester Pegel und das Wasser - naja noch etwas kalt...

Nach 11 Jahren Korsika hab ich sogar zum ersten Mal den Fango mit Wasser erwischt!
Nach 11 Jahren Korsika hab ich sogar zum ersten Mal den Fango mit Wasser erwischt!

Im März bin ich in die Kurssaison gestartet. Den Auftakt bildeten 4 Tage Technikkurse in Hüningen, bevor es dann Mitte März endlich wieder auf Tour ging - 4 Wochen Korsika -  Kurse uns selber Paddeln, yeah! Die Insel empfing mich zunächst kalt und regnerisch, dafür gab´s Wasser in den Bächen. Der Regen verzog sich - die Kälte bleib zunächst und bescheerte ein paar eiskalte Nächte. Die Wasserstände gingen zurück - die erste Kurswoche nahm ihren Lauf. Die Temperaturen stiegen wieder und ab und zu fielen ein paar Tropfen vom Himmel. Die Korsika-Saison entwickelte sich zu einer der besten seit Jahren!

Foto: Holger Lenz
Foto: Holger Lenz

Zurück aus Korsika machte ich mich auch schon wieder auf den Weg nach Hüningen. Im Auftrag des Deutschen Kanu-Verbands führte ich den ersten von drei disziplinspezifischen Trainer C Freestyle Ausbildungslehrgängen in Zusammenarbeit mit Helmut Wolff vom Kanu-Verband BW durch. 10 motivierte Teilnehmer aus ganz Deutschland erlernten die ersten Schritte in der Anfängerschulung und  Nachwuchsarbeit im Kanu-Freestyle.

Natürlich nutze ich die Chance und verlängerte meinen Aufenthalt in Hüningen um noch einen Technikkurs hinten anzuhängen.

Am letzten Aprilwochenende war es dann wieder soweit: Ganz Deutschland pilgerte zum XXL-Paddelfestival in Markkleeberg! Neben meinem Standdienst am Palm Stand gab es auch ein paar freie Minuten zum selber Paddeln - Boote testen, Freestyle Show der Nationalmannschaft und Boater X!

Die von mir organisierten Freetsyle Workshops für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis fanden guten Anklang sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den neuen Trainern in Spe! - Danke nochmals an dieser Stelle für euren Einsatz MIchael Frey, Fabian Lenz und Philip Josef! Am Sonntag morgen gabs dann noch spannende Wettkämpfe bei der Palm Juniors Trophy zu bestaunen - auch die Kleinsten haben sich hier im Boater X gemessen!

Was kommt jetzt? Im Mai stehen WW-Kurse an der Soca sowie Technikkurse in Augsburg auf dem Programm und Ende Mai werden die Deutschen Meister im Freestyle und Boater-X in Augsburg gekürt.