photo by Katya Kulkova
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Ich bin Wildwasser- und Freestyle-Paddlerin, Trainerin, Diplom Chemikerin und staatlich geprüfte Physiotherapeutin (B.Sc.).

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HardcoreWave - Bergheim bei Salzburg

"Sunset paddling" in Bergheim, Foto: Robert Machacek
"Sunset paddling" in Bergheim, Foto: Robert Machacek

Die Hardcore Welle in Bergheim beim Salzburg ist nicht neu. Genaugenommen existiert sie seit zig Jahren. Und obwohl ich jetzt seit eineinhalb Jahren ganz in der Nähe wohne  - nur 23km, yeah! :) - war ich bisher noch nie da. Warum?

Die Welle selbst ist Weltklasse! Es gibt Eddy-Service und irgendwie scheint auch sonst niemand hier zu paddeln - das Kehrwasser ist immer leer und somit hat man keine lästigen Wartezeiten zwischen den Läufen. Der Traum eines jeden Wellen-Spielbootfahrers also! Eine Sache gibt es jedoch, die man wohl erwähnen sollte: Direkt hinter der Welle steht eine relativ große Walze - das Hardcore-Loch. Wohl auch der Grund für den Namen der Welle, die an und für sich kein bisschen "hardcore" ist sondern eigentlich super easy und spaßig! Wie auch immer das Hardcore-Loch schaut beeindruckend groß aus - geradezu furchteinflösend. Die gute Info kommt aber natürlich direkt: Solange der Wasserstand nicht allzu niedrig ist, sieht die Walze zwar rießig aus - einmal hinein gefahren "flusht" man jedoch einfach hindurch oder kann ganz leicht (*Achtung folgende Skills notwendig: Walzenfahren, stabiler Sidesurf mit Vorwärtsbewegung*) zu beiden Seiten wieder rausfahren.

Weltmeisterliche Vorstellung von Quim Fontané Masó!
Weltmeisterliche Vorstellung von Quim Fontané Masó!

Vermutlich haben auch Veranstaltungen in der Vergangenheit wie das "Hardcore-Rodeo" (das nebenbei bewerkt, wohl bei absolutem Niederwasser ausgetragen wurde...), bei dem derenige als Sieger hervor ging, der den längsten "Beat-down" im Loch erlebt hat nicht gerade dazu geführt, das die Hardcore Welle auf der Beliebtheitsskala der europäischen Spielbootfahrer nach oben geklettert ist.

Doch 2018 sollte alles anders werden: Der amtierende Weltmeister Quim Fontané Masó verbringt die Saison in der Salzburger Region. Und so war es nicht länger möglich die Existenz der Weltklasse-Welle in Bergheim zu ignorieren!

Hier ein paar Facts:

Sogar Michael hat mal wieder Spaß am Spielbootfahren - eine Welle ganz nach seinem Geschmack!
Sogar Michael hat mal wieder Spaß am Spielbootfahren - eine Welle ganz nach seinem Geschmack!

Die Welle befindet sich in Bergheim bei Salzburg auf der Salzach nur wenige Minuten von der Autobahnausfahrt Bergheim-West der A1 entfernt. Adresse fürs Navi: Oberndorferstraße 38, 5101 Bergheim, Österreich. Dort befindet sich ein Park&Ride Parkplatz an der Localbahnstation. Der Bahnhof liegt ca. 300m flussabwärts der Welle. Man kann dort gut parken und zur Welle hochlaufen. Zusätzlich gibt es noch eine Parkbucht an der Hauptverkehrsstraße, der sich direkt oberhalb der Welle befindet. Hier geht´s zur Karte! Wer auf´s Satellitenbild klickt, sieht die Welle sogar bei GoogleMaps - cool!

Um auf der Welle mächtig Spaß zu haben und sich nicht vor dem Hardcore-Loch zu Tode fürchen zu müssen scheint es wohl essentiell zu sein den richtigen Wasserstand zu erwischen. Da ich gerade erst angefangen habe die Hardcore Welle zu padddeln kann ich natürlich noch nicht für jeden Wasserstand Infos geben. Es scheint, dass der Wasserstand im Spätfrühling und Frühsommer ideal ist. Egal, hier mal de Infos, die ich bisher herausfinden konnte:

Es gibt 2 Pegelmeßstellen, die man unbedingt im Auge behalten sollte:

1.) Salzburg / Nonntaler Brücke - nicht weit oberhalb der Welle, allerdings liegt zwischen der Messstelle und der Welle noch ein Wehr.

2.) Laufen Siegerstetter Keller - befindet sich ca. 15 km unterhalb der Welle - zwischen der Pegelmesstselle und der Welle kommt jedoch noch die Saalach hinzu.

Die Welle (inklusive Eddy-Service" war perfekt bei einem Pegel von 265-280cm (Salzburg) und 350-400 kubik (Laufen). Bei weniger Wasser ist die Welle etwas "flushy" und die Walze danach etwas furcheinflösender. Bei höheren Wasserständen wird der Eddy-Service vermutlich irgendwann verschwinden...

Was tun wenn der Pegel nicht stimmt?

Bei zu wenig Wasser und Lust aufs Playboaten sollte man ca. 30 km flußaufwärts die Welle in Kuchl auschecken - sie läuft bei Niederwasserständen oder man fährt gleich ins ca. 2 Stunden entfernte Plattling.

Wer Creekboote mit im Gepäck hat fährt an die Saalach nach Lofer oder ins Salzkammergut. Lammer, Koppentraun, Gimbach, Aubach, Untertalbach und viele mehr sind gleich ums Eck!

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen: So viele von uns Spielbootfahrern träumen davon eine dieser großen Wellen in Canada, Uganda, Sambia oder Frankreich zu surfen, dabei steht doch direkt eine bei uns vor der Tür in Salzburg! Also worauf wartet ihr noch - Come out and play! Es macht soooo viel Spaß! :-)

Heute hier, morgen dort!

Salto Grande im Torres del Paine Nationalpark
Salto Grande im Torres del Paine Nationalpark

Nachdem ich schon lange keine Neuigkeiten mehr gepostet habe, wird´s mal wieder Zeit. Doch wo soll ich anfangen? - am besten der Reihe nach:

Nach der Freestyle WM im November in Argentinien ging´s für mich direkt weiter nach Chile zum Wildwasser paddeln. Neben Highlights wie dem Palguin, Trancura und Futaleufu wollten wir uns aber auch einen letzten Run auf dem Nuble nicht entgehen lassen - der Staudamm dort ist fast fertig und der Fluss wird schon bald nicht mehr befahrbar sein. Doch in diesem Jahr sollte nicht nur die Paddelei auf dem Programm stehen sondern auch ein lange gehegter Plan sich einmal den südlichsten Teil des amerikanischen Kontinents anzuschauen sollte in die Tat umgesetzt werden. Fazit: Wunderschön jedoch aufgrund des Winds quasi unbewohnbar...

Erste Testfahrt in Lofer im Manta - bei 13 kubik eher eine Verzweiflungstat...
Erste Testfahrt in Lofer im Manta - bei 13 kubik eher eine Verzweiflungstat...

Mitte Februar wieder zuhaus angekommen empfing mich der europäische Winter von seiner kältesten Seite... -20°C - an Paaddeln war nicht zu denken. Zum Glück hielt die Kälteperiode nicht allzu lange an und so konnte ich schon bald die erste Testfahrt mit Michis neuem Lettmann Manta in Lofer absolvieren. Wunderschönes Sonnen-Wetter, Schnee und Eiszapfen am Ufer, Paddelpfötchen ein Muss und es drückt die Wildwasserpaddler zu Saisonbeginn quasi aus jedem Winkel auf den Fluss. Fazit: Für den ultimativen Test reichen 13 kubik in Lofer nicht aus...

Ein bisschen mehr Glück hatte ich bei meinem Saisonauftakt in Plattling - nix los, dafür bester Pegel und das Wasser - naja noch etwas kalt...

Nach 11 Jahren Korsika hab ich sogar zum ersten Mal den Fango mit Wasser erwischt!
Nach 11 Jahren Korsika hab ich sogar zum ersten Mal den Fango mit Wasser erwischt!

Im März bin ich in die Kurssaison gestartet. Den Auftakt bildeten 4 Tage Technikkurse in Hüningen, bevor es dann Mitte März endlich wieder auf Tour ging - 4 Wochen Korsika -  Kurse uns selber Paddeln, yeah! Die Insel empfing mich zunächst kalt und regnerisch, dafür gab´s Wasser in den Bächen. Der Regen verzog sich - die Kälte bleib zunächst und bescheerte ein paar eiskalte Nächte. Die Wasserstände gingen zurück - die erste Kurswoche nahm ihren Lauf. Die Temperaturen stiegen wieder und ab und zu fielen ein paar Tropfen vom Himmel. Die Korsika-Saison entwickelte sich zu einer der besten seit Jahren!

Foto: Holger Lenz
Foto: Holger Lenz

Zurück aus Korsika machte ich mich auch schon wieder auf den Weg nach Hüningen. Im Auftrag des Deutschen Kanu-Verbands führte ich den ersten von drei disziplinspezifischen Trainer C Freestyle Ausbildungslehrgängen in Zusammenarbeit mit Helmut Wolff vom Kanu-Verband BW durch. 10 motivierte Teilnehmer aus ganz Deutschland erlernten die ersten Schritte in der Anfängerschulung und  Nachwuchsarbeit im Kanu-Freestyle.

Natürlich nutze ich die Chance und verlängerte meinen Aufenthalt in Hüningen um noch einen Technikkurs hinten anzuhängen.

Am letzten Aprilwochenende war es dann wieder soweit: Ganz Deutschland pilgerte zum XXL-Paddelfestival in Markkleeberg! Neben meinem Standdienst am Palm Stand gab es auch ein paar freie Minuten zum selber Paddeln - Boote testen, Freestyle Show der Nationalmannschaft und Boater X!

Die von mir organisierten Freetsyle Workshops für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis fanden guten Anklang sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den neuen Trainern in Spe! - Danke nochmals an dieser Stelle für euren Einsatz MIchael Frey, Fabian Lenz und Philip Josef! Am Sonntag morgen gabs dann noch spannende Wettkämpfe bei der Palm Juniors Trophy zu bestaunen - auch die Kleinsten haben sich hier im Boater X gemessen!

Was kommt jetzt? Im Mai stehen WW-Kurse an der Soca sowie Technikkurse in Augsburg auf dem Programm und Ende Mai werden die Deutschen Meister im Freestyle und Boater-X in Augsburg gekürt.

Freestyle WM 2017 - San Juan, ARG

Kanu-Freestyle Team Deutschland 2017 bei der WM in San Juan, Argentinien
WM-Team 2017 in San Juan, Argentinien

Die Kanu-Freestyle WM 2017 fand in der letzten November-Woche in San Juan in Argetinien statt. Nach einer langen Paddelsaison entflohen wir also gerade rechtzeitig dem kalten europäischen Winter um uns inmitten der argentinischen Wüste auf unseren Saisonhöhepunkt in der Walze des Rio San Juan vorzubereiten.

Die Walze war etwas flushig aber dennoch sehr konstant. In den ersten Tagen kam ich nicht besonders gut zurecht, doch nach der ein oder anderen Nacht-Trainingssession wurde es langsam bessre und ich fing an die Walze richtig zu mögen. In den letzten Tagen vor dem offiziellen Team-Training war ein Training bei Tag kaum möglich, da die Wartezeiten im Kehrwasser unendlich lang waren.

So trainierten wir in Ruhe und bei Flutlich unsere Läufe bei Nacht und versuchten tagsüber der Hitze an einem schattigen Plätzchen zu entkommen und genossen die Abkühlung im kalten Fluss.

Kanu-Freestyle in San Juan, Argentinien
Die Walze des Rio San Juan - kaltes Wasser in traumhafter Wüstenkulisse!

Aber San Juan hatte nicht nur eine tolle Walze zu bieten. Die atemberaubende Sandwüsten-Landschaft sowie die Stadt mit südamerikanischem Charme, argentinischen Steak-Häusern und erfrischenden Smoothies, Empanadas und "Heladerias" hatte einiges zu bieten. Kurz vor dem Wettkampf bekamen wir dann auch noch einen waschechten Sandsturm sowie ein ordentliches Gewitter mit, so dass wir San Juan als Ort der Kontraste kennenlernen durften.

Bei der großartigen WM-Eröffnungsfeier im Zentrum der Stadt durfte die obligatorische Tango Aufführung nicht fehlen. Die ortsansässige Cheerleader Gruppe zeigte Eindrucksvolle Hebe- und Sprungfiguren und nach einem prachtvollen Feuerwerk gab es Häppchen und Empanadas zur Ausklang der Feierlichkeiten.

Feuerwerk über dem Fluss zum Abschluss der Finale
Feuerwerk über dem Fluss zum Abschluss der Finale

Die Wettkämpfe waren spannend und die Scores hoch. Bei den Damen ging es in den Vorläufen darum sich für´s Viertelfinale der besten 20 zu qualifizieren. Die erste Runde bei einem Wettkampf ist immer am spannendsten da sich hier das Starterfeld ordnet und man einen ersten Überblick über die Wettkampfleistungen und Läufe der Konkurrenz gewinnt. Ich konnte mich mit zwei guten Läufen auf einem 7. Platz einreihen und durfte am nächsten Tag erneut starten. Nun galt es sich für das Halbfinale der besten 10 zu qualifizieren. Das erreichen des Halbfinale hatte ich mir als Pflichtziel gesetzt. Nach einem gelungenen Viertelfinale lag ich sogar auf Rang 6, so dass das sogar der Einzug ins Finale der besten 5 machbar erschein. Das Halbfinale fand später am gleichen Tag statt. Mein erster Lauf fühlte sich toll an. Leider bekam ich weniger Punkte als erwartet dafür und ich beendete die WM auf dem 7. Platz. Dennoch bin ich stolz auf meine konstante Leistung während dieser WM bei der ich meinen Aunspruch zu den besten 10 Freestyle Paddlerinnen der Welt zu gehören bestätigen konnte! Ebenfalls stolz bin ich auf meine beiden Team-Kolleginnen Stefanie Schmollack und Luisa Heinen, die bei dieser WM ihre persönlich besten Wettkampfläufe zeigten und damit über sich hinaus gewachsen sind!

Noch 21 Tage bis zur Freestyle-WM!

Kanu-Freestyle WM 2017 in San Juan, Argentinien!
Kanu-Freestyle WM 2017 in San Juan, Argentinien!

Am Wochenende habe ich meinen letzten Kurs in diesem Jahr in Hüningen gegeben und so langsam zeigt sich der nahende Winter mit viel Dunkelheit und frostigen Temperaturen... Doch auf der Südhalbkugel geht der Sommer gerade so richtig los. Perfektes Timing - denn in genau 3 Wochen startet die Kanu-Freestyle Weltmeisterschaft in San Juan, Argentinien!

Die Spannung steigt, denn in 10 Tagen werde ich schon vor Ort in der Wüste um San Juan sein!

Was ich mir für die diesjährige WM vorgenommen habe? Schauts euch an - hier mein Team-Vorstellungs-Video!

Newsletter 10/2017

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