photo by Katya Kulkova
photo by Katya Kulkova

Willkommen auf meiner Homepage!

Ich bin Wildwasser- und Freestyle-Paddlerin, Trainerin, Diplom Chemikerin und staatlich geprüfte Physiotherapeutin (B.Sc.).

Ich arbeite als Physiotherapeutin und nebenberuflich selbstständig als Kajaklehrerin. Auf meiner Homepage findest du alle Infos zu meinen aktuellen Kajakkursen und Kajakreisen sowie alle Neuigkeiten rund um meine Person.

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Mein Blog

Deutsche Meisterschaft 2019

Foto: Gabi Wurst
Foto: Gabi Wurst

Letztes Wochenende war ich zur Deutschen Meisterschaft in Augsburg. Es stand also gleich der zweite Saisonhöhepunkt gleich eine Woche nach der WM an.

Da es bei den Damen keine allzu große Konkurrenz gab, fuhr ich eher gegen mich selbst und versuchte möglichst hohe Scores zu erreichen. Mein erster Vorlauf war nicht ganz zufriedenstellend doch der zweite lief deutlich besser. Mit 708,33 Punkten hätte es bei den Männern auch unter die Top 5 gereicht. Im Finale wollte ich dann möglichst auch wieder mit den Männern mithalten können. Mein erster Lauf mit 570 Punkten reichte sicher zum Sieg bei den Damen, hätte aber aber den Männern nicht ganz für ´ne Medaille gereicht ... #nextyear ;-)

Zweite wurde Stefanie Schmollack (KC Limburg) vor Melanie Wolff (KS Augsburg). Glückwunsch!

Vierte der Welt! - Freestyle WM 2019 in Sort (ESP)

Freestyle-Arena in Sort (ESP)
Freestyle-Arena in Sort (ESP)

Anfang Juli fand die diesjährige Weltmeisterschaft im Kanu-Freesytyle in den spanischen Pyreneen im kleinen Städtchen Sort statt. Der dortige Fluss heißt Noguera Pallaresa und für die WM wurde eigens die erste Freestyle Arena weltweit gebaut.

Mit leichter Zeiterzögerung wurden die Baumaßnahmen nur wenige Tage vor dem Beginn des Nationentrainings abgeschlossen. Es bleib also nur wenig Zeit zur Eingewöhnung auf dem neuen Playspot. Die entstandenen Walze sah super aus, dennoch war das Unterwasser etwas flach, so dass es zu diversen Bodenberührungen kam - wohl dem der ein Plastikboot fuhr...

Das Wasser des Noguera Pallaresa war frisch, die Außentemperatur dafür heiß. Im kühlen Naß zu paddeln war folglich eine angenehme Erfrischung.

Den WM-Auftakt bildeten die Squirt Wettkämpfe, bei denen wir fleißig unsere Teamkollegen anfeuerten und Mike Lochny es bis ins Finale auf Platz 5 schaffte. Nach einem erfolgreichen ersten Wettkampftag wartete auch schon die Eröffungsfeier auf uns.

Kanu-Freestyle Team Germany 2019
Kanu-Freestyle Team Germany 2019

Es folgte ein weiterer Nationentrainingstag, an dem ich meinen Läufen den letzten Feinschliff verpassen wollte - doch es kam natürlich etwas anders, denn ich fiel in jedem Lauf beim ersten Trick aus der Welle. Aber besser eine verpatze Generalprobe als einen verpatzten Wettkampf.

Die nächste Tage waren so ziemlich alle Klassen mit ihren Vorläufen, Halbfinalen und teilweise auch schon mit ihrem Finale dran bis endlich die Frauen an der Reihe waren. Es hieß also anfeuren, coachen, mitfiebern und halbwegs die eigene Anspannung aufrecht zu erhalten.

Philip Josef paddelte im OC1 bis ins Finale und holte sich die Bronze Medaille. Nele Barwich und Merle Hauser schafften es bei den Juniorinnen bis ins Halbfinale und Anica Schacher sicherte sich die 3. Finalteilnahme und den 5. Platz bei den Juniorinnen für´s deutsche Team.

Los geht´s - volle Konzentration! Foto: Rüdiger Hauser
Los geht´s - volle Konzentration! Foto: Rüdiger Hauser

Am vierten Wettkampftag ging´s dann endlich los mit den Vorläufen der Damen. Ich war direkt im Dritten Heat dran und konnte daher nch nicht so richtig abschätzen welche Punktzahl nötig sein würde um ins Viertelfinale der besten 20 einzuziehen. Etwas angespannt ging ich ins Rennen - der erste Lauf nicht ganz optimal, der zweite jedoch ganz passabel und so setzte ich mich gleich hinter Hitomi Takaku aus Japan auf den zweiten Rang. Mit einem guten Gefühl konnte ich nun bei den anderen Damen mitfiebern. Melanie Wolff paddelte auf den 36. Platz und Emma Schuck, die als letzte Starterin dran war auf Rang 11. Ich landete letztendlich auf Rang 6 in den Vorläufen und hatte somit eine gute Ausgangposition für´s Viertelfinale am nächsten Tag.

Mit McNasty und Loop ins Halbfinale! Foto: Rüdiger Hauser
Mit McNasty und Loop ins Halbfinale! Foto: Rüdiger Hauser

Beim Viertelfinale war ich deutlich entspannter. Als 6. platzierte der Vorläufe wusste ich genau welche Punktzahl notwenig sein würde um sicher ins Halbfinale der Top 10 einzuziehen. 520 Punkte sollten genügen, d.h. 260 Punkte pro Lauf oder Loop Air und Mc Nasty Air. Das sollte ich hinbekommen.

Mein erster Lauf brachte mir 430 Punkte ein - im zweiten musste ich also nur noch 90 schaffen - leichte Konzentrationsschwäche - es wurden 130. Dennoch war ich sicher im Halbfinale und hatte sogar noch einen Lauf übrig. Im dritten Lauf dann 520 Punkte, sodass ich die 130 Punkte streichen konnte - mit insgesamt 950 Punkte zog ich als Zweitplatzierte ins Halbfinale ein! Leider liefs bei Teamkollegin Emma Schuck nicht ganz so rund - Platz 18 am Ende.

Hard work during Semifinals! Foto: Rüdiger Hauser
Hard work during Semifinals! Foto: Rüdiger Hauser

Am letzten Wettkampftag standen dann nur noch die Halbfinals und Finale der Damen und Herren auf dem Programm. Halbfinale am morgen und für die Top 5 das Flutlichtfinale am Abend.

Leider war der Wasserstand am Finaltag nicht wie die Tage zuvor - es war weiger wasser im Fluss und die Walze irgendwie kleiner. Die Nervosität machte sich unter dern Paddlerinnen und Paddlern breit und die Scores waren deutlich niedriger als an den Tagen zuvor. Als Zweitplatzierte des Viertelfinale hatte ich den Vorteil, dass ich genau wusste welche Punktzahl ich erreichen musste um ins Finale einzuziehen. Es waren mehr als 300 Punkte - McNasty Air + Loop + Felix. Meine Nerven lagen blank, mein erster Lauf war nichts, ich bin aus der Walze gefallen und musste wieder hochpaddeln. Also erneut volle Konzentration und sicher die Tricks abhaken. Es war eine Zitterpartie aber am Ende schaffte ich es mit 336,67 Punkten als Vierte ins Finale der WM einzuziehen! :)

Flutlichtfinale - live on TV... Foto: Rüdiger Hauser
Flutlichtfinale - live on TV... Foto: Rüdiger Hauser

Jetzt hieß es warten. Das Finale war für 21:30 Uhr am Abend angesetzt. Irgendwie die Hitze überstehen, genügend Trinken, ausruhen, nicht nervös werden - alles leichter gesagt als getan... Die Spannung stieg und irgendwie ging der Tag dann doch noch rum, der Wasserstand war aber immer noch wie am morgen, etwas zu niedrig.

Das Licht geht an, alle auf ihre Plätze, große Live-TV-Show. Los ging´s mit Interview, dann starteten auch shcon die Läufe. Mein erster Lauf war ganz passabel, leider flushte ich und konnte so nicht die volle Zeit ausnutzen. 490 Punkte - ich wusste sofort, dass wird nicht genug sein... Leider gelang mir dann aber auch kein besserer Lauf mehr - den anderen schon und so hieß es am Schluss Rang vier hinter Hitomi Takaku (JAP), Merlene Devillez (FRA) und Zosia Tula (POL).

Ich bin also nach 2013 erneut Vierte auf der ganzen Welt - das klingt toll! - Dennoch ein bisschen enttäuscht war ich schon wenn ich ganz ehrlich bin... ;)

Feuerwerk zum Abschied - danke Sort für eine großartige WM! Foto: Rüdiger Hauser
Feuerwerk zum Abschied - danke Sort für eine großartige WM! Foto: Rüdiger Hauser

Nach dem Damen-Finale waren die Männer dran - der Plan war klar, schnell umziehen, anfeuern und mitfiebern. Doch das war mir leider nicht vergönnt. Stattdessen hieß es schnell umziehen und ab zur Doping-Kontrolle...

Pünktlich zum letzten Lauf der Männer hat mich die freundliche Anti-Doping Assistentin dann wieder am Playspot abgesetzt.

Letzten Lauf gucken - Dane gewinnt vor Quim und Seb, Siegerehrung, Closing Ceremony und großes Feuerwerk - Danke Sort für eine großartige WM! :)

Freestyle WM-Quali und Süddeutsche Meisterschaft 2019

Anne Hübner (KC Bietigheim) bei der Süddeutschen Meisterschaft in Plattling, Foto: Rüdiger Hauser
Auch weiterhin im grünen Trickot unterwegs! Foto: Rüdiger Hauser

Lange gab´s kein Blog-Update mehr - nicht weil nichts los war sondern eher weil ich ständig unterwegs war.

Kurse in Hüningen und auf Korsika, Arbeit in der Praxis, Fortbildungen,  Freestyle-Training, Wildwasserpaddeln und Autokauf hielten mich vom Computer fern...

 

Ende April fand in Plattling die deutsche Qualifikation für die Freestyle-WM statt. Der Wettkampf zählte gleichzeitig als Süddeutsche Meisterschaft in diesem Jahr.

Nachdem es der Wettergott nicht besonders gut mit uns meinte wurden direkt an der Welle zahlreiche Tarps, Markisen und Zelte aufgebaut um die spannenden Wettkämpfe zu verfolgen. Der Pegel war über den Tag auch nicht sonderlich konstant - dennoch konnte ich in allen Runden die Nase vorn behalten und sicherte mir den Sieg vor Emma Schuck (PG Kaiserslautern), Stefanie Schmollack (KC Limburg) und Melanie Wolff (KS Augsburg).

Europameisterin 2018 - olé olé!!! :-)

Europameisterin 2018 im Kanu-Freestyle vor Marlène Devillez (FRA) & Zosia Tula (POL), Foto: Konstantin Mayer
Europameisterin 2018 im Kanu-Freestyle vor Marlène Devillez (FRA) & Zosia Tula (POL), Foto: Konstantin Mayer

Ich kann´s noch gar nicht ganz glauben - am Sonntag bin ich in Bratislava Europameisterin im Kanu-Freestyle geworden - Ich bin überwältigt! :)

 

Doch erstmal von Beginn: Als bekannt wurde, dass die nächste Europameisterschaft in Cunovo bei Bratislava in der Slowakei stattfinden wird war ich wenig begeistert. Die vorletzte EM vor vier Jahren hatte bereits dort stattgefunden und ich mochte die Walze überhaupt nicht. Ich beendete die EM damals als 16. Als amtierende Vize-Europameisterin bei der Heim-EM in Plattling vor zwei Jahren hatte ich wenig Lust das diesjährige EM-Battle am Ort der Niederlage von vor vier Jahren auszutragen.

Training in Cunovo bedeutet harte Arbeit! Foto: Völkel
Training in Cunovo bedeutet harte Arbeit! Foto: Völkel

Da ich die Walze als extrem ungleichmäßig und pulsierend in Erinnerung hatte fuhr ich vor drei Wochen extra für eine Trainingswoche nach Cunovo um mich einzupaddeln. Die Walze war jeden Tag anders eingestellt: Mal schlecht und mal noch schlechter. Teilweise machte die Walze komplett auf und man wurde einfach rausgeflusht. Ich verlor langsam den Glauben in meine Fähigkeiten und hatte noch weniger Lust auf die bevorstehende EM. Gegen Ende der ersten Trainingswoche gelangen mir dann ab und zu ein paar gute Läufe. Leider immer noch ziemlich unkonstant, da die Walze sich ständig änderte. Mit gemischten Gefühlen trat ich den Heimweg an.

Zero or Hero - in der Walze in Bratislava scheint beides möglich. Foto: Völkel
Zero or Hero - in der Walze in Bratislava scheint beides möglich. Foto: Völkel

Die EM rückte näher und ich machte mich zur Finalen Trainingswoche auf den Weg nach Bratislava. Die Walze hatte sich immer noch nicht verbessert und vor Ort schien es wenige Paddler zu geben, die die Walze mochten. Zudem wurde das Training deutlich durch herunterfahrende Rafts, Slalompaddler und Schwimmer behindert. Meine Läufe wurden nicht besser - teilweise gelang es mir einige Moves in einen Lauf zu packen, danach folgten dann wieder etlich Null-Läufe. Ich war ratlos.

Kanu-Freestyle-Team Germany 2018, Foto: Clemens Josef
Kanu-Freestyle-Team Germany 2018, Foto: Clemens Josef

Die Tage vergingen und mehr und mehr Paddler aus ganz Europa trafen am Wildwasserkanal ein. Training bedeutete stundenlanges anstehen an der Walze. Lediglich in den frühen Morgenstunden sowie spät am Abend konnte man noch halbwegs passabel Paddeln. Danke an dieser Stelle an Philip Josef, Helmut Wolff, Isabelle Völkel und Carolin Mayer für all die Early Bird Sessions! Am Mittwochabend war es dann soweit: Die Eröffnungsfeier der Europameisterschaft stand bevor. Also rein ins Team-Outfit, Bilder schießen und nach Bratislava Downtown für die große Show!

Die Walze immer im Blick, Foto: Clemens Josef
Die Walze immer im Blick, Foto: Clemens Josef

Zu allem Überfluß bahnte sich jetzt auch noch eine Erkältung an. Halsweh, Schnupfen, Heißerkeit und Husten. Zum Glück waren die K1 Damen am ersten Wettkampftag nicht dran und ich konnte mich noch etwas erholen. Doch schon am nächsten Morgen ging´s dann los mit den Vorläufen. Ich war im letzten Heat dran. Da ich die Läufe meiner Konkurrentinnen mit Spannung verfolgt hatte und einige der Damen tolle hochbepunktete Läufe gezeigt hatten ging ich ziemlich nervös an den Start. Ich fühlte mich nicht besonders wohl in der Walze, flushte und bekam meine Moves nicht besonders gut hin. Nach meinem zweiten Lauf bangte ich bereits ob ich es überhaupt in die nächste Runde schaffen würde. Kurze Zeit später konnte ich aufatmen - ich hatte mich auf Platz sieben für´s Halbfinale der Top 10 qualifiziert.

Pünktlich zum Halbfinale gab´s weniger Wasser - die Walze wurde dadurch zwar "shallow" aber dafür gleichmäßiger und fairer. Foto: Clemens Josef
Pünktlich zum Halbfinale gab´s weniger Wasser - die Walze wurde dadurch zwar "shallow" aber dafür gleichmäßiger und fairer. Foto: Clemens Josef

Am nächsten Tag erwartete mich das Halbfinale. Ich war im ersten von zwei Heats dran. Mir war klar, dass ich einen deutlich besseren Lauf zeigen musste als in meinen Vorläufen um ins Finale der besten fünf vorzurücken. Die Top 5 Scores der Damen Vorläufe lagen bei über 417 Punkten. Die Walze sah anders aus - etwas weniger pulsierend, gleichmäßiger - es war weniger Wasser, vermutlich würde man den Boden beim einspitzeln leichter berühren. Ich konzentrierte mich und versuchte meine Nervosität in den Griff zu bekommen. Mein erster Lauf gelang mir ziemlich gut und ich bekam 550 Punkte dafür. Jetzt hieß es abwarten und hoffen, dass maximal vier der anderen Damen höher punkteten als ich. 45 min später konnte ich aufatmen. Ich hatte mich als zweite für´s Finale qualifiziert. Lediglich Zosia Tula aus Polen hatte einen besseren Lauf als ich.

Volle Konzentration! Foto: Konstantin Mayer
Volle Konzentration! Foto: Konstantin Mayer

Finaltag: Um 14 Uhr war ich dran. Am Vormittag noch schnell bei den Juniorinnen und C1 anfeuern und mitfiebern - Isabelle Völkel holt sich die Silbermedaille, Carolin Mayer vierte, Philip Josef fünfter -  abkühlen im See, eine Kleinigkeit essen - nicht zu viel, leichtverdaulich - Kaffee zum wach werden oder nein, besser nicht zum ruhig bleiben?

Um 13 Uhr zog ich mich um und startete mein warm-up. Meine Flachwasser Moves liefen gut und ich hatte ein gutes Gefühl. Mist zu früh dran - ich paddelte zum Spot und bekam gerade noch das Ende des Junioren Finales mit. Die Walze sah ähnlich aus wie am Tag zuvor. Wieder einsteigen, letztes Warm-up, Konzentration, Nina Csonkova zuerst, dann Marlène Devillez, dann Islay Crosbie - alle sehen gut aus. Jetzt bin ich dran. Ich bin nervös, mein Lauf klappt nicht wie geplant, da ertönt auch schon der Buzzer - mist, nur 303 Punkte. Zurück ins Kehrwasser - Zosia Tula ist dran, dann gehts wieder von vorne los. Nina, Marlène, Islay - alle verbessern ihren Score, Top 3 jetzt über 530 Punkte. Ich bin dran - schwierig 530 Punkte zu schlagen, ich hatte erst 1x im Wettkampf mehr Punkte. Ich fahre in die Walze, wieder will mir der Lauf nicht so richtig gelingen - 370 Punkte, ich bleibe auf Platz 5. Zosia Tula ist wieder dran und verbessert ihre Punktzahl - jetzt stehen die Top 3 schon bei über 546 Punkten.

Yeah, Europameisterin 2018! :) Marlène Devillez (FRA) holt Silber und Zosia Tula (POL) Bronze. Foto: Marie Helye
Yeah, Europameisterin 2018! :) Marlène Devillez (FRA, vorne) holt Silber und Zosia Tula (POL, hinten) Bronze. Foto: Marie Helye

Nina, Marlène und Islay verbessern ihre Punkte nicht. Ich brauche in meinem letzten Finallauf mehr als 546 Punkte um eine Medaille zu holen. Ich muss auf´s Ganze gehen - Laufplanänderung - AirLoop, beide Mc Nastys, beide Space Godzillas, danach Cartwheels, Splitwheel, Felix und Phoenix Monkey - was noch geht. Ich bin dran - Alles oder Nichts! Jetzt! Loop - Mc Nasty - mist klappt nicht - neu ansetzen und Vollgas! - jetzt läuft´s ich mache einen Move nach dem anderen und am Ende gelingt mir sogar noch der Phonix. Ich bin glücklich, der Lauf hat funktioniert und sollte doch reichen - oder? Warten... die Judges zählen die Punkte, warten... ich stehe mit Marlène im Kehrwasser, sie ist sich sicher - ich habe eine Medaille - ich will es noch nicht glauben. Marlène führt bisher mit 700 Punkten, wir warten - es dauert gefühlt eine Ewigkeit. Endlich der Sprecher sagt meine Punkte ich - ich habe es geschafft - ich habe 760 Punkte bekommen und liege damit auf Platz 1! Ich kann es nicht glauben! Zosia Tula ist als letzte Paddlerin mit ihrem letzten Lauf dran, Marlène und ich verfolgen ihn gespannt, wir rechnen die Punkte mit, der Buzzer ertönt, wir glauben sie hat uns nicht geschlagen, wir warten auf die Judges... Der Sprecher sagt die Punkte durch und gibt das Ergebnis durch - Nina fünfte, Islay vierte, Zosia holt Bronze, Marlène Silber und ich ... bin Europameisterin 2018!!! :-)
Ich bin überwältigt und kann es nicht fassen - und das an diesem Spot!

Danke Helmut Wolff für´s permanente Motivieren und vor allem für´s an meine Fähigkeiten auch in Cunovo Glauben! ;-)

Freestyle Summer Trip - French Tour und WeltCups

Am Bootshaus in Entressen in der Provence
Am Bootshaus in Entressen in der Provence

Die letzten 3 Wochen brachten mich nach Frankreich und Spanien zum Freestylen.

Los ging´s mit ein paar Tagen Training in Millau. Fazit: Sonne, Sommer, Spaß und Muskelkater!  Doch schon bald stand der erste Wettkampf in Entressen  - der Makinito Freestyle Contest - auf dem Programm. Also auf in die Provence um im Felder-Bewässerungskanal Highscore-Runs der Superlative abzuliefern und Abend für Abend den Sonnenuntergang über dem See am Bootshaus zu bestaunen.

Autsch! Boot:Ellenbogen = 1:0
Autsch! Boot:Ellenbogen = 1:0

Das Training lief gut, doch blöderweise hab ich mir durch wiederholtes anschlagen des Ellenbogens am Boot eine Bursitis Olecrani eingehandelt. Mit reichlich Kühlung und geliehenen Ellenbogenschonern schaffte ich es trotzdem ins Finale und konnte mich am Ende über einen 5. Platz im hochkarätig besetzen Starterfeld freuen. Von den Top 10 der Damen der letztjährigen WM waren 8 am Start!

Nach dem Wettkampf ging´s zurück nach Millau – hier fanden am letzten Juni Wochenende die Naural Games statt. Neben diversen Wettkämpfen in allen möglichen Outdoor-Sportarten und Konzerten gab es einen Freestyle Wettkampf sowie Boater-X. Immer noch mit angeschlagenem Ellenbogen schaffte ich es in beiden Disziplinen ins Finale. Am Ende Platz 4 im Boater-X und Platz 5 im Freestyle.

 

 

Jipii, der Einzug ins Finale der Top 5 ist gesichert! Foto: ICF kayak freestyle sort
Jipii, der Einzug ins Finale der Top 5 ist gesichert! Foto: ICF kayak freestyle sort

Der letzte Stopp der Sommer Freestyle Tour waren die WeltCups im katalanischen Sort. Nach 5-stündiger Fahrt quer über die Pyrenäen erwartete uns die Walze am letzten Trainingstag vor den WeltCups mit zu hohem Wasserstand. Es war schwierig Tricks zu stehen ohne dabei aus der Walze zu fallen. Auch am ersten Wettkampftag war der Wasserstand noch deutlich zu hoch, so dass es in der Damenkategorie viele enttäuschte Gesichter gab. Meine Taktik mich auf die kleinen Punkte zu konzentrieren zahlte sich aus und ich konnte mich zunächst als 5. platzierte fürs Halbfinale und später sogar als 3. platzierte für´s Finale qualifizieren. Im Finale hatte ich leider Pech und musste mich am Ende mit einem 5. Platz in meinem ersten WeltCup zufrieden geben.

 

WeltCup #2 wurde live übertragen!
WeltCup #2 wurde live übertragen!

Schon am nächsten Tag startete der zweite WeltCup in Sort. Der Wasserstand war mittlerweise etwas gesunken, die Trainingsmöglichkeit jedoch begrenzt, da es kaum Wasserablasszeiten außerhalb des Wettkampfs gab.  Meine Vorläufe gelangen mir noch halbwegs passabel und ich zog als 6. platzierte ins Halbfinale ein. Im Halbfinale verbrachte ich dann jedoch die meiste Zeit damit im Kehrwasser wieder hochzupaddeln. Ich fiel in beiden Läufen 2 mal aus der Welle und konnte in jedem Lauf lediglich eine Air-Loop machen – am Ende Platz 8 im zweiten WeltCup und Platz 5 in der Gesamtwertung.

 

Fazit: 4 Finalteilnahmen bei 5 Wettkämpfen in 14 Tagen. Ein guter Einstieg zur Formbestimmung in die internationale Wettkampfsaison. Nach einer kurzen Erholungspause geht´s am Wochenende weiter mit Kursen, Training und Süddeutscher Meisterschaft in Plattling bevor ich in die EM-Vorbereitung in Cunovo (SVK) starte. Diesmal nicht ohne Ellenbogenschoner im Gepäck...